Monday, 23 June 2014

Pausetag

Wir haben wegen Windstille und Ebbe im Kühlschrank einen Pausentag eingelegt. Nach dem obligatorischen Frühsport sind wir mit unserem Wagerl und meinem Seesack Richtung Lidl gepilgert. Die Stadt ist nicht schön. Die Gehsteige sind eingebrochen, überall Löcher und Müll. Ziemlich lieblos das Ganze.
Wir kaufen ordentlich ein beim Lidl und schleppen unsere Sachen heim bei einer Bruthitze. Hab' ich schon berichtet, dass es fast nirgends Mineralwasser mit Kohlensäure gibt? Beim Lidl schon, deshalb gehen wir hin. Jürgen regt sich sehr über Japanisches, Chinesisches und Thailändisches Bier beim Lidl auf. Wir kaufen deutsches Bier und ein bisschen Fix, unser Lieblingsbier. Eine Flasche Tschang Bier rutscht mir dann doch ins Wagerl, als Erinnerung an einen schönen Thailandurlaub (unter den strafenden Blicken von Jürgen).
Am Rückweg sehen wir noch den lokalen Fussballplatz. Eine grüne Oase sogar im Torbereich. Wahrscheinlich ist er deshalb gesichert wie Fort Nox. Das muss beim zuschaun ziemlich störend sein.

Aus diesen dunklen Löchern heraus werden die Karten verkauft.

Next Stop: Friseur. Wir schauen beide schon aus wie Waterloo und suchen uns einen Frisör. Ich teile mit Händen und Füßen mit was ich will, Jürgen sucht sich was aus einem Buch aus. Das Beste dran:  Der Preis, 10 Euro pro Kopf.

Ja und dann haben wir endlich den Wasserbaum gefunden. Schon lange haben wir uns schon gefragt wo denn das viele Wasser hier in Griechenland herkommt. Da steht er, der Wasserbaum.

 Ein Auto aus den 60igern. Jürgens Vater hat so einen Peugeot. Er ist mehr Loch als Blech aber er scheint zu fahren. Sehr ernst ist das hier nicht mit dem Pickerl, den glatzerten Reifen, den Einbahnen und den Fußgängerzonen. Umso mehr waren wir überrascht als ein Polizist alle Mopeds in der Fußgängerzone aufgehalten und gestraft hat.
Hinter dem Fischer sieht man die Sueno liegen. Direkt vom Boot wird der Fisch angeboten.

Der ist ganz schön groß, der Octopus.

Wie die heißen, wissen wir nicht, kosten nur 5 Euro das Kilo. Lieber nicht.

 
Die Windvorhersage ist sehr mau. Ganz wenig. Wir probieren es aber heute trotzdem nach Itea zu kommen. Von dort kann man Ausflüge nach Delphi zum Orakel machen.

Sunday, 22 June 2014

Full speed Captain!!

Ich sag euch, das war ein Tag!
Begonnen hat er sehr gemütlich. Wir waren laufen mit unseren "tuat nix", die wir glücklicherweise nicht gebraucht haben. Auf ein Bergerl mit wahnsinns Aussicht auf die Bucht mit der Sueno und auf Fischzuchten auf der anderen Seite.
Wir waren in der Bucht vor Anker und sind mit dem Schlauchi an Land gefahren. Ausgemacht war 8:30 beim Schlauchi. Wer war nicht da, der Jürgen. Aber wo isser? Ich geh noch in den Fischerhafen, wenn ich schon da bin. Und dannn seh' ich ihn. Der Lauser ist zum Schiff zurückgeschwommen, wollte nicht mehr laufen und ich musste dann alleine rudern. Na macht nix.
Wir legen ab und motoren gemütlich dahin. Kein Wind heute. So einig waren sich die Vorhersagen selten. Es sind zirka drei Stunden bis zum Eingang zum Kanal von Korinth.
Davor gibt's noch eine fette Raffinerie mit vielen Schiffen, die warten. Sehr fein!
Und dann kommt er der Eingang.
 
Wir legen an der Mole an, da muss man zahlen. Einer der Wehrmutstropfen des heutigen Tages. 181 Euro. Saftig für 30 Minuten Spaß. Kurz vor uns ist schon eine amerikanische Yacht und ein Ausflugsschiff in den Kanal eingefahren. Der Mann im Tower hat es eilig und möchte uns dabei haben. Er winkt uns und wir müssen uns beeilen. Jürgen zahlt und kommt im Laufschritt zurück. Der Mann im Tower brüllt uns nach "Full Speed Captain". Das machen wir auch. Hinter uns reiht sich noch ein Ausflugsschiff ein.


Wir zischen durch den Kanal. Wir haben schon gehört, dass es da Bungee jumping gibt. Aber dass da direkt vor unserer Nase einer runter springt hätten wir uns nicht gedacht. Als wir durch fahren baumelt er noch. Am nächsten Bild sieht man den kleinen Punkt.

Die haben alle warten müssen bis wir durch sind. Aber sie haben dann noch ein bissi warten müssen, weil die Ausflugsschiffe umdrehen und gleich wieder zurückfahren. Einmal Kanal und retour!


Das ist Corinth. Sicher einen Besuch wert, aber wir wollen weiter und motoren noch eine Stunde.

Wir fahren nach Vrachati. Fasst finden wir die Einfahrt nicht. Der Imray beschreibt, dass dort alles voll mit Fischerbooten ist und man eventuell längsseits anlegen kann. Alles anders. Kein Mensch ist dort. Der Kai hat sich um gut einen halben Meter gesenkt und die Festmachmöglichkeiten sind durchgerostet und unter Wasser. Wir machen mehr schlecht als recht fest und öffnen erschöpft ein Bier. Ganz schön anstrengender Tag.

Dann machen wir uns zum Supermarkt auf. Wieder so ein 70er Jahre Exemplar. Den Wein nur in der Plastikflasche, 1 1/2 Liter, den sparen wir uns. Das Bier auch. 1,40 für eine Dose. Zu teuer!

Zurück am Schiff machen wir Pause. Es ist sehr heiß. Der Strand ist von Griechen überfüllt, die hier das Wochenende genießen. Ich leg mich ein bisschen hin. Plötzlich schreit Jürgen: "Wir sind los". Wie los, was los? Der Wind hat auf 20 Knoten aufgefrischt und alle drei Leinen losgerissen. Bei zwei können wir es uns erklären, die waren nur mehr rostige Haken. Den dritten haben wir anscheinend ausgerissen. Die Passarella hängt im Wasser und die Leinen auch. Jetzt muss alles rasch gehen. Wir holen die Leinen ein, den Anker und die Passarella. Noch immer erstaunt, was da jetzt passiert ist zischen wir ab. 4 Meilen westlich ist noch ein Hafen. Nur mit der Genua zischen wir um 7 am Abend durch den Sonnenuntergang. Eigentlich wollten wir schon Essen gehen.
Bei 18 Knoten Wind von der Seite finden wir in Kiato einen guten Platz mit Muring, der uns vor dem Wind schützt. Das ist wieder so ein Ort wie Kalamata, keine Touristen aber auch wenig Restaurants. Wir finden dann eines. So richtig griechisch. Es gibt das, was in der Auslage ist und keine kleinen Portionen. Wir haben die Dame direkt beim aufladen der Portionen mehrfach zu bremsen versucht und beim dritten Versuch aufgegeben. Es gibt hier keine kleinen Portionen. Der Grieche, der vor uns sitzt ist der beste Beweis.

Und dann wurde ich noch von einem Paparazzi erwischt beim Blog schreiben. Das reicht für heute. Schnell noch Emails lesen, skypen, whats appen, blogen und dann zurück aufs Schiff. Genug erlebt für heute!


Saturday, 21 June 2014

Anglerglück oder nicht

Das Lokal gestern haben wir saftig unterschätzt. Wir waren um sieben am Abend die ersten Gäste. Solange wir gespeist haben war das auch so. Ich wollte schon die Kellnerin fragen ob die vielen Tische jemals voll werden. Das hab' ich mir zum Glück verkneift. Dann hab ich in meinem besten griechisch gefragt, ob sie Englisch spricht. "Ochi" war die Antwort und sie zog von dannen. Sehr witzig.
Kurz bevor wir gehen wollen sperrt einer der vier Kellner die Parkplätze auf der Straße mit Tabletthaltern ab.  Was macht der? Insgesamt stehen vier Kellner und der Besitzer herum. Und dann geht's los. Kaum sind die Parkplätze abgesperrt kommen die ersten Gäste. Es geht Schlag auf Schlag und im Nu ist das Lokal voll. Erstaunlich. Wir bestellen uns noch einen Ouzo und schauen dem Treiben gespannt zu. In unserem Imray Führer stand nämlich, dass die Lokale in der ersten Reihe am Strand zum schmeißen sind. Deshalb waren wir in der zweiten Reihe und gut war's.


Geschlafen haben wir wie die Babys. Nix war's mit Laufen. Erst um 9 Uhr kriechen wir aus den Federn. Drei griechische Segelboote kreisen vor unserer Nase und nehmen mit einem Schlauchboot Gäste auf. Viele Gäste. 12 Leute pro Boot.

Wir fahren los, der Wind verspricht gut zu werden. Ich lege wie immer die Angel aus, wenn wir nicht zu schnell sind.

Jede Menge Boote rund herum. Es ist Wochenende und die Griechen düsen zu den Stränden. Hinter uns kommt ein kleines Segelboot. Mist hat Vorrang und ist recht flott. Ich wende und fahre vor ihm her. Beindruckend holt er auf. Als er neben uns ist schreit er herüber "Prost". Er hat unsere Flagge erkannt, wir prosten auf russisch zurück. Er deutet auf meine Angel und macht die Bewegung eines Fischers, der die Angel einholt. Ich deute zurück und Zack, rauscht sie aus, meine Angel. Ich habe was gefangen: Super, zwei Russen sind dran! Ich fürchte um meinen 10 Euro teuren Blinker und meine Schnur. Die Russen bleiben stehen. Sie haben nämlich zusätzlich zu den Segeln den Motor laufen. Damit hätt' ich gar nicht ausweichen müssen und meine Angel ...
Sie fummeln herum und ich liege bei. Ich schwimme zu ihnen hinüber und sehe meine Angelschnur in ihrer Schraube fein säuberlich aufgewickelt. Meine Köder halten sie in der Hand. Wenigstens was. Kurz versuche ich die Schnur freizubekommen aber da lässt sich nichts machen. Ich schneide die Schnur ab, deute ihnen, dass da noch was drauf ist und schwimme mit meinem Köder zurück. Dabei habe ich nicht bemerkt, dass die drei Widerhaken bei fasst jedem Kraulschlag die linke Hand zerkratzen. Ziemlich blutig aber nur mit Kratzern, 50 Meter Schnur weniger aber mit dem Köder komme ich zurück. Wir beobachten sie noch zirka eine Stunde lang an ihrem Propeller herumfummeln. Aber sie waren sehr nett. Zwei ältere Männer, braun gebrannt auf großer Fahrt.
Die Fahrt durch die Bucht von Piräus ist recht anspruchsvoll. Viele große Schiffe, die schnell daherkommen. Manchen müssen wir ausweichen, bei manchen geht es sich aus.
Vor Piräus tut sich was. Im Hintergrund die Akropolis.


Wir können den Blister setzten und rauschen dahin.
Noch eine Premiere. Wir haben den Blister oben und setzen am Vorwindkurs die Genua dazu. Schaut cool aus.

Am Funk hören wir auch heute die Wiederholung einer Pan Pan Meldung. Ein 82 jähriger Surfer wird vermisst. In einer Bucht auf der Insel, wo wir jetzt sind. Auf Salamis.
Wir liegen jetzt in der Bucht Kanakis (die heißt wirklich so) und genießen den Sonnenuntergang.

Friday, 20 June 2014

Katzenjammer

Wir sind gemütlich zu Mittag von Kythnos abgefahren. Ein bisschen motoren und dann fein segeln. Nur 15 sm für heute zu einer Bucht auf Kea. Wir hanteln uns Richtung Athen und dann weiter zum Kanal von Korinth. Auf den freuen wir uns schon. Das wird super spannend, fürchten tun wir uns auch davor, er wird auch super teuer.
Von der Bucht in Kea gibt's nicht viel zu berichten. Neben uns liegt der freundliche Deutsche, der uns beim Anlegen in Luotra geholfen hat mit seiner Familie. Wir gehen nicht von Bord. Die Welle kommt leider genau in die Bucht. Wird schon gehen, denken wir uns.
Denkste. Die Nacht ist furchtbar. Ein Geschaukel Sondergleichen! Wenn es einmal nicht geschaukelt hat, dann quälen uns die Gelsen. Jürgen und ich berichten am nächsten Morgen genau das selbe, eine Horrornacht. Der Anker hat auch sehr komisch gequitscht. Das können wir uns aber erst beim Ablegen erklären, wir haben uns in einem Anker verfangen.
Um 6 Uhr früh legen wir ab, wir wollen das Geschaukel nicht mehr. Und dann hängt der Anker. Jürgen springt ins Wasser und weist mich ein. Nach ein paar hin und her ist der Anker frei.
Kurz freuen wir uns über den guten Wind. Aber: Auf die Nase. Für zirka 20 Seemeilen bis zum Ziel fahren wir fast 50 Meilen. Wir haben uns dazwischen zweimal um entschieden.
Wir liegen jetzt in einer hoffentlich ruhigen Bucht am griechischen Festland, in Palaia Fokaia. Dieser Ort läuft Kalamata den Rang ab. Es die schiachste Stadt bisher. Außerdem sind wir müde und ärgerlich über die vielen Meilen heute. Die waren außerdem anstrengend weil hier vor Athen die Großschifffahrt so richtig los legt. Aber mit denen können wir schon recht gut umgehen. Heute schlafen wir uns gut aus und morgen ist ein besserer Tag.
Die Geschäfte hier sind wie bei uns vor 50 Jahren nur die Preise sind von heute.
Heute war auch Tag der Premieren: Zuerst haben wir einen Tanker vor dem Bug gekreuzt. Bis jetzt sind wir immer zurückhaltend ausgewichen, nicht so heute. Die zweite Premiere war, dass wir einen Kat gesehen haben, der Segel gesetzt hat, zumindest eines.
Das ist so ein Geschäft aus der guten alten Zeit. Mit Regalen aus Sperrholz.

Der Fleischer darf noch mit einem Holzhackstock arbeiten, bei uns ist das angeblich verboten.

Die Hauptstraße des Ortes. Einfach schiach. Wir haben in einer Seitengasse aber ein sehr nettes Restaurant gefunden. Bisher zumindest, ich schreibe hier gerade den Blog und die Rechnung ist noch nicht da.

Wenn ein Schnürl im Hafen einmal montiert ist, dann bleibt es dort auch!

Liebe Leute, entschuldigt, dass ich beide Tage in einem Blog zusammenfasse, aber wir sind müde und ein bissi sauer. Morgen wird's sicher besser!

Wednesday, 18 June 2014

Schon wieder Hafenkino

Die Überfahrt von Siros nach Kythnos war kurz und schmerzlos. In den Böen bis zu 30 Knoten Wind, sind wir im 2ten Reff dahingebraust. Keine Wende, gerader Kurs alles Paletti.
Der innere Hafen in Kythnos ist sehr eng. Die äußere Mole war belegt und an den anderen Anlegemöglichkeiten war auch kein Platz mehr. Der sehr nette Hafenmeister, ein junger Mann, will uns in den inneren Hafen längsseits an ein anderes Schiff. Also rein in den kleinen Hafen. Die Ankerketten der anderen machen das manövrieren schwer. Als Draufgabe ist der Wind mit 20 Knoten immer noch recht frisch. Wir brauchen ein paar mal, bis wir an dem Boot festmachen können. Diesmal waren wir das Hafenkino.
Später macht dann noch ein Franzose außen am Ersten Platz fest. Dort liegt man ziemlich ungemütlich und der Wind drückt stark auf das Schiff. Viele Helfer bringen das Schiff in seine Position. Die Crew schlendert gemütlich davon und hat das Schiff nicht ordentlich festgemacht. Nach einiger Zeit beginnt das Heck gegen die Mole zu schlagen. Die Ersten Nachbarn springen ein und fendern das Boot ab. Bis zum 5 Personen versuchen zu helfen und den Anker dichter zu nehmen. Geht nicht, kein Strom. Am vis a vis Ufer bemerkt die Crew das Aufgebot und schaut erstaunt zum Schiff. Die Helfer winken, dass jemanden kommen soll. Ganz gemütlich schlendern sie dann zurück und machen das Schiff richtig fest.

Dann kommt ein Grieche mit zwei jungen Skandinaviern in den Hafen. Der will hinter uns längsseits gehen. Er kann das du fährt ein schönes Manöver. Die Leinen sind aber nicht vorbereitet und werden hektisch auf den letzten Zentimetern montiert. Dann übergeworfen und Platsch, vergessen festzumachen. Kann passieren.

Im Hafen ist kein Platz mehr. Trotzdem kommt später ein polnisches Boot, die dann die Abendshow bieten. Eine Skipperin bringt das Boot nach mehreren Versuchen sicher an die Mole. Gut gemacht.
Wir gehen Essen und bekommen die Fußballspiele nur am Rande mit.
Die beiden haben die Wette verloren (wir wissen nicht worums ging) und müssen mitten im Ort baden gehen.
Das ist das Örtchen Loutra auf Kythnos.

Premiere: Wir liegen am Packl.

Hier erkennt man hinten eine verrostete Brücke. Damit wurde die hier abgebaute Kohle auf Schiffe verladen. Vor zirka hundert Jahren war das.

Im Ort gibt's noch eine heiße Quelle in der man sich sulen kann. Sonst ist hier nicht viel los und die Segler sind die Haupteinnahmequelle, so scheint es.

Tuesday, 17 June 2014

Weiter Gehts

In der Früh habe ich den Strand von 1985 gefunden. Da sind mir gleich ein paar Bilder von damals eingefallen. Fotos aus der Zeit belegen es. Es war furchtbar. Totale Unterernährung herrschte damals, die Rippen standen hervor und wir genierten uns, weil wir nicht genug zu essen hatten. Glücklicherweise hat sich heute das Blatt gewendet und unsere Wamste sind wohl gefüllt.
Die angekündigte Windrichtung bringt uns nicht auf geradem Weg zum Ziel. Aber wie in den letzten Tagen öfters hat die Prognose nicht gestimmt. Der Wind hat gedreht und gedreht und wir sind eine richtige Kurve genau zum Ziel gefahren.
Wir sind in Finikas auf der Insel Syros. An der Mole herrscht ein strenges Regiment. Der Marinero sagt was zu tun ist, wer wo anlegt und besonders wie. Dafür ist alles Tip Top in Ordnung und das für 10 Euro.
Am Abend gehen wir zu Soutiris. Der ist wirklich lustig. Ganz ehrlich steht auf der Speisekarte was gefroren und was frisch ist (if we have it). Also lassen wir uns die frischen Sachen empfehlen und essen als Vorspeise eine Knoblauch, Brot, Essig Paste mit viel, sehr viel Knoblauch. This keeps away Moskitos, Vampires and Women. So ging das dann den ganzen Abend. Er will eine tripadvisor Empfehlung von uns, er wird sie bekommen.
Sonst ist es hier sehr ruhig. Laufen waren wir wieder mit den "tuat nix" aber sie wurden nicht eingesetzt.
Das ist der Blick zurück auf Naoussa
Das haben wir auch noch nie gesehen. Eine Yacht mit einer Rutsche!

Das war das Mittagessen bei der Überfahrt. Auberginenpfanne mit Teigware. Basil ist schon ziemlich nackert.


Monday, 16 June 2014

Jo, na, do ned

Eigentlich hat uns Parokia (so steht es hier überall angeschrieben, in unserem Imray Führer steht es anders und bei Navionics noch mal anders) gut gefallen. Nette, turbulente Stadt mit kleinen Gassen und Hafenkino.
Wir wollten beide zum Friseur. Gestern schon, aber da war zu. Am Sonntag geschlossen, wo gibt's denn sowas? Also, heute Monat auf zum Figaro. Die haben am Montag offen. Aber der Männerschneider ist nicht da, der kommt erst morgen wieder. Ob die beiden anwesenden Damen uns die Haare schneiden können? Nein, das geht nicht. Also weiter. Wir finden dann einen und schauen hinein. Drinnen sitzt ein zirka 75 jähriger Mann auf einem noch älteren Stuhl. Den Rost auf der Schere sehen wir nicht und was er mit den verschiedenen Reindln die dort stehen macht, wollen wir nicht wissen. Wir trauen uns nicht einmal Schnick Schnack Schnuck spielen wer zuerst dran kommt. Zu riskant. Wir bleiben ungeschoren.
Der Wind wird immer stärker und wir entscheiden spontan doch nach Naoussa zu fahren. Ein Pita wollen wir noch. Daraus wird auch nichts. Die Spieße drehen sich zwar schon aber noch nicht lange genug. Also setzen wir hungrig die Segel. Auf Kreuzkurs der aus der Strecke von 8sm am Ende fast 16 macht segeln wir sehr schön nach Naoussa und gehen dort vor Anker.
Am Abend fahren wir mit dem Dingi in die Stadt und essen zum ersten Mal auf dieser Reise eine Pizza.
 Nach dem Essen schlendern wir durch diese liebliche Stadt und begegnen einer Mischung aus Darth Vader und Chain saw killer. Sekunden nach dem Foto fiel ihm seine Chain saw am Boden, er hatte sich zu sehr verausgabt.

Beim Pizzaessen saßen Amis neben uns, die mit ihren Kinder reisen und sie dabei unterrichten. Die dürften schon länger unterwegs sein. Die Dame des Hauses weiß was ihrer Familie gut tu. Deshalb hat sie auch das Essen für sie bestellt und die Zwiebel und den Käse weggelassen, obwohl die Kinder Käse wollten. "This is not good for you". Dann hat sie ihren husband gefragt was sie morgen machen wollen. Er denkt nach und holt Luft um zum sprechen anzusetzen. Sie kennt diesen Moment auf die Millisekunde genau und startet mit ihrem Vorschlag bevor er etwas sagen kann. Ein schüchternes "but" wird mit einem gegen "but" erwidert. Morgen fahren sie nach Santa Maria, dort wo sie hin will.
Und da hat es bei mir Klick gemacht. Santa Maria ist der Strand von 1985. Ich habe ihn heute beim Laufen erkundet, er ist es.
 
Ich habe auch gleich die Zahnpasta Methode bei der Brille ausprobiert. Hat gut geklappt. Das mit dem einispucken hab' ich eh' die ganze Zeit schon gemacht. Die Feuervariante war mir zu heikel. Momentan gibt's klare Sicht, Danke!
 
Vielleicht erkennen die Mitreisenden von 1985 etwas auf diesen Bildern.



 
Noch etwas: Anja hat gestern die Matura bestanden. Das war zwar klar ist aber doch ein sehr großes Ereignis im Leben eines jungen Menschen. Jürgen und ich gratulieren sehr herzlich!!

Sunday, 15 June 2014

Gratistag

Ordentlich wie wir sind ist Jürgen zur Port Police gepilgert. Die haben uns dann gesagt, dass es ein neues Gesetz gibt, wo man nix mehr zahlen muss, also zahlen wir nix. Eigentlich wussten wir das schon vor unserer Abreise und haben uns davor gefürchtet. Das neue Gesetzt sagt nämlich, dass jedes Schiff eine Jahresgebühr zahlen muss. Für uns wären das zirka 400 Euro gewesen. Davon wussten aber alle bisher nichts. Im Gegenteil sie haben das alte exekutiert. Jetzt haben wir das neue Gesetz und trotzdem nichts bezahlt. Als Draufgabe haben wir dann noch den Strom gratis bekommen.
Paroikia ist ein lauter Ort. Die Fähre legt hier an. Ich muss vor 30 Jahren hier gewesen sein, kann mich aber nicht erinnern.
Wir gehen durch die Stadt mit ihren engen Gassen und suchen uns am Hafen ein Lokal. Sehr nett und gut. Jürgen will auf jeden Fall süße undefinierbare Nachspeisengeschenke vermeiden - die Nachbarn haben sie bekommen - und fragt, ob wir nicht lieber einen Ouzo bekommen können. Sie bringt uns zwei Ouzo und einen Raki, zum kosten. Der schmeckt hier wie Grappa. Danach schlendern wir die Lokalmeile hinunter und schauen uns ein bisschen das Match Frankreich gegen Honduras an.
Und wieder sind sie da, die Glocken mit dem Schnürl dran, sehr verlockend.

Griechisch Orthodoxe Kirchen gibt's überall. Die sind sehr pompös. Hab' gleich ein paar Kerzerln angezündet.

Das hab ich noch nie gesehen. Eine Riesenschüssel mit Katzenfutter, daneben eine Spendenbox und viele Katzen.


Hafenkino gab's hier auch aber nicht so toll wir in Ios. Bei uns in der Marina haben eigentlich alle Manöver der ankommenden geklappt, unseres natürlich auch.

Saturday, 14 June 2014

STS Strand

Das war die "irgendwann bleib i dann durt" Bucht. Wenig Wind, wenig Tourismus, ein paar Segelboote und sonst nichts. Keine Tagesausflügler, ein paar Tavernen und ein Sandstrand. Wir haben einen ruhigen Pausetag eingelegt. Das war so richtig angenehm. Am Abend nett Essen gehen und tagsüber einfach das machen, was man so im Urlaub macht. Lesen, (ja,ja) schwimmen, tauchen, am Strand spazieren, die Anker der anderen abtauchen und bekritteln und so weiter. Gefischt habe ich auch. Vier Fische waren dran aber drei waren die grauslichen und einer war zu klein. Irgendwie ...
Sagt's einmal ihr blog lesenden Taucher, wie krieg ich meine Taucherbrille dazu, sich nicht zu beschlagen? Mir lauft das Ding immer an, wurscht was ich mach. Jetzt lass ich schon Wasser im Glas und wackel mit dem Kopf, damit der Dunst weggeht.
Hat vielleicht auch jemand Hochseefischen Erfahrung? Da könnte ich auch Tipps brauchen.
Mit mehr Berichten kann ich leider nicht aufwarten, es ist nix passiert. Aber morgen sind wir auf Paros, in Paroikia. Weiß einer der Mitreisenden von 1985 noch den Namen des Strandes, wo wir damals surfen waren?

Schon wieder eine Kirche mit den Schnürln zur Glocke bis zum Boden. Das juckt schon sehr, da zu bimmeln. Wir wissen leider noch nicht, ob das eine Bedeutung hat.
Die fette Yacht heißt "Billa" (wir wissen aber nicht ob Mr. Billa an Bord ist) und ist am späteren Abend gekommen. Sie hat die halbe Einfahrt der Bucht mit einer langen Leine abgesperrt unter dem Motto "alles meins".



Ein neues Bier, es heißt Nisos, dort wo wir noch hinfahren wollen.